Party of Life 2026 – Leben retten, das Leben feiern
Am Samstag, den 07. Februar 2026, fand bereits zum zweiten Mal in unserem Club die „Party of Life“ statt. Über 60 TeilnehmerInnen folgten der Einladung und erlebten einen informativen Abend rund um die Themen Herz-Kreislauf-Notfall und Schlaganfall, gefolgt von einem gelungenen geselligen Ausklang – natürlich mit Life-Musik.
Lebensrettende Sofortmaßnahmen: „Reanimation für Laien“
Den ersten Vortrag des Abends hielt Dr. Bernhard Lodde zum Thema „Reanimation für Laien“, also lebensrettende Sofortmaßnahmen bei einem Herz-Kreislauf-Notfall, die von medizinischen Nicht-Fachkräften durchgeführt werden.
Im Mittelpunkt stand die leicht merkbare Drei-Schritte-Regel:
- Prüfen: Atmet die betroffene Person noch?
- Rufen: Unverzüglich den Notruf 112 wählen (Feuerwehr/Rettungsdienst), Adresse klar angeben und den Zugang sicherstellen.
Für unseren Club wurde konkret erläutert: Bei einem Notfall in der Aschenhalle die Tür öffnen und das hintere Tor für den Rettungswagen aufmachen. Wenn möglich, die Tür anschließend wieder schließen, um die Statik der Halle nicht zu gefährden.
- Drücken: Sofort mit der Herzdruckmassage beginnen – zum Beispiel im Rhythmus von „Stayin‘ Alive“.
Die Botschaft des Abends war eindeutig: Jede und jeder kann helfen – bitte mutig sein!
Bei Bedarf kann sogar mit dem Fuß „gedrückt“ werden. Sind zwei Personen vor Ort, sollte eine Person parallel den Defibrillator (befindet sich im Winter in der Traglufthalle bzw. im Sommer im Treppenhaus des Klubhauses) holen.
Ziel all dieser Maßnahmen ist es, das sogenannte therapiefreie Intervall – also die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes – zu überbrücken. Jede Minute zählt, da das Gehirn ohne Sauerstoffversorgung schnell Schaden nimmt.
Schlaganfall erkennen – der FAST-Test
Im zweiten Vortrag referierte Dr. Joachim Otto zum Thema „Wie erkennt man einen Schlaganfall?“. Er stellte den international etablierten FAST-Test vor. FAST steht für:
Face (Gesicht) / Arms (Arme) / Speech (Sprache) / Time (Zeit).
Die häufigsten Symptome eines Schlaganfalls sind Sehstörungen, Sprach- und Sprachverständnisstörungen, Lähmungen oder Taubheitsgefühle, Schwindel mit Gangunsicherheit sowie starke Kopfschmerzen. Mit dem FAST-Test lässt sich innerhalb kürzester Zeit ein Verdacht prüfen:
Face: Die Person soll lächeln. Ein herabhängender Mundwinkel kann auf eine Halbseitenlähmung hinweisen.
Arms: Beide Arme nach vorne strecken, Handflächen nach oben drehen. Sinkt ein Arm ab oder dreht sich, besteht Verdacht auf eine Lähmung.
Speech: Einen einfachen Satz nachsprechen lassen. Klingt die Sprache verwaschen oder gelingt das Nachsprechen nicht, liegt möglicherweise eine Sprachstörung vor.
Time: Nicht zögern – sofort die 112 wählen und die Symptome schildern.
Auch hier gilt: Schnelles Handeln kann Leben retten und Folgeschäden deutlich reduzieren.
Der Praxisteil: Reanimation selbst ausprobieren
Im Anschluss an die Vorträge wurde es praktisch: An Reanimationspuppen konnten alle Teilnehmenden selbst üben, wie im Ernstfall zu reagieren ist. Darüber hinaus wurde die einfache Anwendung des Defibrillators demonstriert – das Gerät gibt im Notfall klare Schritt-für-Schritt-Sprachanweisungen. Der Defibrillator befindet sich im Winter in der Traglufthalle bzw. im Sommer im Treppenhaus des Klubhauses.
Zum Abschluss wurde für die Anschaffung eines weiteren Defibrillators gesammelt, sodass demnächst auch in der Teppichhalle ein Gerät aufgehängt werden kann. Die genaue Spendensumme steht noch nicht fest – ein herzliches Dankeschön gilt jedoch schon jetzt allen Unterstützerinnen und Unterstützern.
Musik, Genuss und gute Stimmung
Ab etwa 20.30 Uhr hieß es dann „das Leben feiern“. Im Clubhaus sorgte Igor mit einer ausgesuchten Karte für leckeres Essen, die musikalische Begleitung übernahm die Gruppe „White Space“ mit Fritz Krieg (Gitarre, Gesang), Dr. Bernhard Lodde (Gitarre), Werner Schröder (Schlagzeug) und Jens Jungermann (Bass). Es wurde getanzt, gelacht und bis in den späten Abend gefeiert.
Um 23:30 Uhr endete ein rundum gelungener Abend, der eindrucksvoll gezeigt hat: Information, praktische Übung und Gemeinschaft gehören in unserem Verein zusammen – und im Ernstfall kann das erlernte Wissen Leben retten.






